Codex of Flame and Fury
codex of flame and fury
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Charakterliste
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gespielt von Moni
22 Jahre
Reiterin
1 Ingameposts | 03.04.2026, 17:21
Basgiath War College
gespielt von alice
34 Jahre
Reiter
„Oh man, es ist nur Feuer!? Nichts Besonderes.“ — ist das Erste was du hörst, als du zum ersten Mal manifestierst. Der nächste dumme Kommentar, der zwei Tage später in die selbe Kerbe schlägt, kassiert versengte Haarspitzen, du erntest einen entsetzen Blick. Es stinkt nach Rauch, verbrannt, kurz ist alles (auch alles in dir) ganz still, dann fängt jemand an zu lachen; Eis gebrochen. Nur deins nicht, denn du brichst nicht. Vielleicht war’s dieser eine Tag, vielleicht ‘ne Mischung aus allen anderen Tagen, die danach kamen an denen irgendwas gebrannt hat (und die Welt brennt so verdammt schön, wenn du das Zentrum der Flamme bist) aber du lernst es schnell lieben; das Feuer und was du damit machen kannst und den Fakt, dass du diesen Waldbrand kontrollieren kannst, im Gegensatz zu dem, der unter deiner Haut alles verschlingt, wenn du wieder einmal Rot siehst. Und du siehst oft Rot. In der Schule eilt dir dein Ruf voraus, sorgt dafür, dass die einen einen Bogen um dich machen und die anderen versuchen, dir auf der Matte die Kehle durchzuschneiden — aber dein Ruf würde dir nicht vorauseilen, wenn das denn so einfach wär. Du bist nicht nur groß, das warst du schon als Kind, immer etwas größer als die meisten anderen und einem Alter und du bist stark, aber vor allem hast du nie gelernt auf- und nachzugeben. Dein Wille ist eisern (denn was Feuer nicht zerstört, das härtet es aus) und dein Überlebensinstinkt auch, da brennt etwas in dir und dies Feuer geht nicht aus.

Die harte Hand deines Vaters, so oft du sie als Kind verteufelt hast, hat dich zu einem Mann gemacht, dem man lieber nicht ans Bein pisst. Außer man hat wirklich Bock auf Stress, denn Stress kannst du verdammt gut. Du bist ein Pulverfass und deine Zündschnur ist kurz. Du fährst schnell aus der Haut, wenn man die richtigen Knöpfe drückt. Dein Stolz steht dir manchmal so dermaßen im Weg, dass du beinahe drüber stolperst. Fehler zugeben? Schwierig. Ein Valair macht keine Fehler, da fängt das Problem schon an.
Dein Gemüt ist wie deine Siegelkraft: unberechenbar, wenn man’s nicht kontrolliert; ein falscher Windhauch und du drehst dich um 180 Grad (und kochst direkt auf 200), ohne dass man weiß wieso. Macht den Umgang mit dir nicht immer einfach, auch wenn’s in den letzten Jahren besser geworden ist. Du bist besser geworden, zumindest innerhalb deiner Staffel. Und du kannst witzig sein, charmant, man kann sich mit dir unterhalten, wenn du willst. Aber nur, weil du Befehlen von oben gut Folge leisten kannst, heißt das nicht, dass du ein Schaf bist, das Gott im Schäfer sieht. Du hast einen eigenen Kopf und der ist wirklich sehr speziell. Aber mit deiner Staffel bist du trotzdem gut zusammengewachsen — mit allen bis auf einen. Darüber hinaus — da steckt immer noch sehr viel von dem Jungen in dir, der mit 20 Jahren einen anderen vom Viadukt geschubst hat, einfach weil das Tradition in deiner Familie hat. Und Familie hat halt einen ziemlich hohen Stellenwert. Im Gegensatz zu Liebe, denn Liebe hat dich nicht groß gemacht, Liebe hält dich klein (und wenn’s dein Vater sagt, dann muss es stimmen). Schlimm genug, dass dein Drache da bis kurzem noch einer Meinung mit dir war, sich jetzt aber ausgerechnet an den Drachen dieses einen Reiters binden muss.
Wie war das noch mit Bock auf Stress!?
Und wie war das — Feuer ist nichts Besonderes?! Sagst du das auch noch wenn dir der Tod seine brennende Küsse quer über Brust haucht und sich mit Flammenzungen zwischen deine vierte und fünfte Rippe schiebt, solange, bis dein Herz verbrennt? Denn das ist, was ich mache.
391 Ingameposts | 26.03.2025, 16:02
Militär Navarre
gespielt von Miri
24 Jahre
Reiter
Du hast eine Kramschublade.
Da, hinter deiner Stirn. Was Mama ihr Nähkästchen nennt, das ist dein Kopf, oder eher dein Brustkorb? Jedes Gefühl, jeder Gedanke, jeder Eindruck und jeder Impuls, alles geht immer erstmal in die Kramschublade. Hinter deiner Stirn stapeln sich Erinnerungen und Momente in denen du immer was sagen, machen, sein wolltest, aber meistens nur eins gemacht hast: geschwiegen. Geschwiegen und das Erlebte gut verstaut. Luftdicht, kugelsicher, da wo’s niemand erreichen kann, da wo’s nicht weh tut. In der Theorie. So eine Schublade ist praktisch, wenn man dazu neigt über alles zehntausend Mal nachzudenken, aber nie drüber zu sprechen. Im Gegensatz zum Nähkästchen deiner Mutter, kommt man an das Fach hinter deiner Stirn nämlich wirklich schwer ran.

Es brauch meistens mehr.
Mehr von allem um die eine Reaktion zu entlocken. Menschen müssen dir wirklich nah sein, wirklich wichtig, oder — dir wirklich auf den Sack gehen. Mit Wut ist es leichter, weil’s sich freier anfühlt. Unverbindlicher. Fragst dich manchmal, wann genau aus dir der Mensch geworden ist, der lieber drei hässliche als eine schöne Sache betont. Warum du dich versteckst hinter Dingen, die dich aufregen oder über die du mit den Augen rollen kannst.

Früher war’s so tun als sei man für alles zu cool. Rin ist zu cool um hier und da mitzumachen, Rin ist zu cool um sich darum zu kümmern was andere über ihn denken, Rin ist zu cool um Hilfe anzunehmen, der schafft das schon allein. Was genau? Alles, irgendwie. Hast zwischen dir und der Welt 'ne menge Abstand aufgebaut, Distanz. Ist leicht, wenn einem alles so egal ist — selbst wenn einem eigentlich gar nichts egal ist.
Problem ist: du bist nicht mehr fünfzehn und mit dem Kopf durch die Wand. Sondern du bist jetzt Mitte Zwanzig und hast keine Ahnung, wie du aus deiner eigenen Haut kommst. An die Schublade ran und — raus mit dem Scheiß, alles ausmisten. Rin ist jetzt nicht mehr zu cool für irgendwas, der ist zu stolz um nach Hilfe zu fragen, Rin hat zu viel Angst davor was die anderen über ihn denken, Rin hat zu oft Nein gesagt um noch irgendwo gefragt zu werden, ob er mit kann, dabei sein kann.

Und es fühlt sich gar nicht cool an.
Es fühlt sich scheiß einsam an.

Aber um daran was zu ändern, müsstest du wissen wie man aus seiner eigenen Haut kommt. Weniger Abstand, weniger Schweigen, weniger Augenrollen, vielleicht ein klein bisschen weniger: egal. Und vielleicht endlich mal ehrlich sein. Ein bisschen mehr, oder wie war das?
7 Ingameposts | 28.09.2025, 09:17
Militär Navarre
gespielt von Miri
35 Jahre
Reiter
Heimaturlaub.

Mama legt ihre Hand auf deine, das hat sie schon gemacht als du noch klein warst, immer dann, wenn sie glaubte, dass du was ausbrütest. Du lächelst, sagst: alles gut, du Herz und stehst auf, streichst ihr über den Kopf. Ein Kuss auf ihr Haar bevor sie zu Bett geht. Gefahr abgewendet. Das kannst du gut. Deeskalieren. Manchmal gewaltsam.

Eine Eigenschaft, die sie schon zu Schulzeiten an dir schätzen, selbst dann, wenn du zwei raufende Rookies mit Schatten voneinander reißt. Dann, wenn du in taktischen Besprechungen zeigst, was dir dein Vater alles beigebracht hat, dann wenn du weißt: besser nachgeben und abnicken als in den Sturm fliegen. Innerlich brodelnd. Sicher, aber das Lächeln, das bleibt, kämpft sich tapfer auf deine Züge (alles gut).

Niemand ist dabei, wenn du später doch noch irgendwas gegen die Wand wirfst, wenn du fluchst, schreist, Schatten den Raum fluten, bis alles, alles, alles raus ist. Dann ist nicht alles gut, aber es ist kurz besser.

Leben.

Du bist charmant, lustig. Du sitzt mit den anderen zusammen, Schulter an Schulter. Spielst Karten und hast die Würfel in der Hand, du bist ein guter Verlierer, dann, wenn es um nichts geht. Der Ehrgeiz, der hinter deiner Stirn lauert, in morgendlichen Laufrunden steckt, der ist es der dich eigentlich bestimmt. Die Illusion, dass das nach der Schulzeit aufhört ist — dünn. Ambitionen bedeuten etwas anderes, wenn es darum geht das Land zu schützen, die Menschen zu schützen. Dein Antrieb so persönlich, so nah wie er nur sein könnte. Du kennst Verlust. Niemand fragt: was würden Sie tun um ihre Heimat zu schützen, weil die Antwort so sehr in dir brennt, dass kein Platz für fragen ist. Alles, du würdest alles tun.
Du erklärst, zeigst, übst. In der Schule verbringst du mehr Zeit mit denen, die sich schwer tun, nicht das selbe hatten wie du. Da fließt die Zeit rein. Dein Vater wird später sagen, dass das gut war, eine schöne Idee um andere auf dich aufmerksam zu machen, sehen zu lassen wie gut und wichtig du für Navarre sein kannst. Er kommt nicht auf die Idee, dass du dich wirklich für andere interessierst, dass es dir gut tut zu helfen und dein Brustkorb vor Stolz schmerzt, wenn du siehst wie andere besser werden.

Du nimmst das Lob trotzdem, die Anerkennung. Das Wissen, dass dein Name irgendetwas bedeutet, nicht nur in Verbindung mit deinem Vater, sondern auch mit dir. Mama ist stolz, wenn du erzählst wo du eingeladen bist, was die Staffel leistet von der du ein Teil bist, wenn du erzählen kannst, dass es Menschen gibt, die an deine Zukunft glauben.

Man muss schon sehr genau hinsehen um in all dem die bittere Note zu entdecken. Wie sehr er in all dem drin steckt. Dem Wunsch anderen das zu geben, was er nie haben konnte, besser zu sein weil er’s gewollt hatte, anderen den Schmerz zu ersparen den du kennst. Alles für das kleine Bild in deiner Fliegerjacke, das niemand sieht.

Fliegen.

Deine Trauer findet einen gegenüber in ihrer.
Wie eine Melodie, die aus deiner Leerstelle klingt und irgendwo hinter den Schuppen widerhallt. Da ist ein Verständnis füreinander, eine eigene Sprache, ein Empfinden, wie du es sonst nicht hast. Es ist besser, weit Oben in der Luft und es ist besser, wenn du dich konzentrierst, Muskeln angespannt. Dann denkst du selten an den der nicht ist. Nicht so wie Zuhause, oder Nachts in deinen Träumen, wo er überall ist, ist, ist. Dein Name in seiner Stimme klingt. Du hast keine Sprache dafür finden müssen, weil da einfach Verständnis ist.

Sie ist diejenige, die sich nie Sorgen darum macht, dass die Schatten zu viel sein könnten, die echten, die unechten. Die mit dem gehässigen Lachen und die Gedanken ausspricht, die du hinter dem Lächeln, dem alles gut, versteckst.
398 Ingameposts | 26.03.2025, 21:40
Militär Navarre
gespielt von Miri
36 Jahre
Reiter
Vier Schritte Sicherheitsabstand.

Es fühlt sich an, als wäre zwischen dir



und dem Rest der Welt immer vier Schritte Abstand. Dabei und — irgendwie auch nicht. Der vermeintliche Schutzschild den du dir selber aufgebaut hast, entpuppt sich wieder und wieder als Glasglocke. Dicke Wand zwischen dir und dem Rest der Welt. Siehst alles was da ist, nur die Luft hier Drinnen, die ist immer die Selbe.

Jemand lacht, aber es klingt weit weg.

Dass du mitlachst ist — selten. Dass du scherzt beinahe noch seltener. Brauchst mit Menschen immer noch einen (oder vier) Moment(e) länger. Dein Blick immer erstmal skeptisch, kritisch. Abwartend, weil da überall Gefahr lauert, zumindest in deiner Welt. Vermeintliche Bedrohungen. Jeder Witz könnte auch eine Spitze sein, jede gereichte Hand auch ein Messer halten. Ist dein Vater, der da in deinem Hinterkopf sitzt, die Augenbrauen für dich zusammenzieht, wenn du es nicht schon wie von alleine tust. Skeptisch. Abwartend. Immer noch 'nen Meter entfernt. Sicherheitsabstand, da ist er wieder. Schwer zu erklären, die Wut, den Frust, die Angst, die da mitschwingt. Schwer mehr zu sein als pampige Antworten, Drohungen, Aggressivität. Der Geduldsfaden so dünn, dass immer irgendetwas am reißen ist. Du, meistens. Drückst alles so weit runter, das Wort Passivität, was alles zustopft, bis hier und da etwas gewaltsam hochschießt.

Eins, ausfallend werden.
Zwei, zuschlagen.
Drei, Abstand gewinnen.
Vier, Reue.


Dabei könntest du mehr. Mehr als funktionieren, mehr als immer die selben Abläufe. Mehr als den selben kleinen Kreis am Rande der Kuppel, die Schrittanzahl auswendig gelernt. Außerhalb der Komfortzone? Dafür müsste man Komfort erstmal kennen. Ist nicht so, dass du’s nicht auch gern anders hättest. Manchmal. Nicht die dreitausend Stöcke im Arsch und ganz sicher nicht hinterher nochmal drüber nachdenken, wie etwas wirklich gemeint war. Sind immer zwei Optionen, das alte, oder was neues wagen, ausprobieren, doch weitergehen als gedacht. Und dann nur der eine Sekundenbruchteil bis du wieder beim immer gleichen bist. Den vier Schritten Abstand, der Distanz, die du nicht überwinden willst kannst.
0 Ingameposts | 01.04.2026, 09:29
Militär Navarre
gespielt von Sarah
22 Jahre
Reiter
0 Ingameposts | 30.03.2026, 18:58
Basgiath War College
gespielt von Lini
31 Jahre
Reiter
2 Ingameposts | 30.03.2026, 06:17
Militär Navarre
gespielt von alice
28 Jahre
Reiter
1 Ingameposts | 01.04.2026, 08:39
Militär Navarre
gespielt von Maj
19 Jahre
Sonstige
Fürstentochter war für Iarla Selqir immer nur ein Flüstern, das nicht an ihr Ohr dringen sollte. Man murmelte es hinter hervorgehaltener Hand und mit einer gewissen Unsicherheit, ob ihr eigener Vater – und Herr von Draukhan – ihr heute wohlgesonnen war oder es bevorzugte, sein jüngstes Kind nicht zur Kenntnis zu nehmen. Mittlerweile aber ist jener Vater tot, ist jene Stadt gefallen, in der Iarla geboren und aufgewachsen ist. Wer heute ihren Titel flüstert, der erinnert sich an ihre Herkunft, an ihre Abstammung und weiß auch: Nichts könnte von geringerer Bedeutung sein. Jetzt, wo Draukhan gefallen ist. Jetzt, wo man die Trümmer der Stadt nur noch ausschlachtet, statt einen Wiederaufbau in Betracht zu ziehen. Jetzt, wo auch in den umliegenden Orten Menschen ihr Hab und Gut packen und versuchen, mehr Abstand zwischen sich und die Ostgrenze Poromiels zu bringen.
Iarla ist bloß eine von ihnen.
Ein Flüchtlingskind, das sich im Lager außerhalb von Mirik noch herumtreibt und offensichtlich darauf wartet, dass das Militär für sie und ihresgleichen endlich eine Lösung findet. Das darauf wartet, dass die Verletzungen der letzten ausgeheilt sind – ehe die ersten von ihnen an Entbehrung und Winter sterben. Dass sie mit ihren 19 Jahren mehr junge Frau als Kind ist, sieht man auch Iarla nicht mehr an. Zu dünn der Körper, zu groß die blauen Augen, die zwar nicht von der Welt, aber doch vom Krieg und den menschlichen Abgründen schon zu viel gesehen haben.
Und die weiterhin weit geöffnet bleiben.
Iarla sieht hin, beobachtet – und passt sich an Situationen an, statt zu erwarten, dass sich etwas oder jemand ihr anpasst. Das eigene Elternhaus war diesbezüglich eine gute Lehre. ‚Prinzessin‘ und ‚jemandem übergeordnet‘ war sie nie. Stattdessen galt sie mancher Tage als Mörderin ihrer eigenen Mutter, tat besser daran, im Hintergrund zu verschwinden und sich mit den Bediensteten und deren Kindern zu solidarisieren.
Kein Wunder, dass sie sich unter ‚den einfachen Menschen‘, unter den ‚Zurückgelassenen‘ der Flüchtlinge jetzt wohlfühlt – und für sie gar Verantwortung übernehmen würde, könnte sie dies in irgendeiner Hinsicht. Doch sie kämpft mit der eigenen psychischen Belastbarkeit. Es fehlen Macht und Einfluss. Es fehlt die Idee von einem Ziel, für dessen Verwirklichung Iarla Kreativität und Improvisationstalent ansonsten einsetzen würde.
21 Ingameposts | 17.04.2025, 14:46
Zivil Poromiel
gespielt von Jella
32 Jahre
Heilkundige
Stille Wasser sind tief. Habe ich schon so oft gehört, dass ich mich manche Tage frage, was man mir damit sagen will. Ich kenn auch genügend stille Wasser, die flach sind. Kenn genügend stürmische Wasser, die tief sind. Aber ich bin keines. Kein Sturm, der alles niederreißt und die Welt danach in Stille hüllt. Ich bin Ebbe und Flut. Ich bin verlässlich, in der Art und Weise, wie’s für die Menschen aus meiner Gemeinschaft immer wichtig war. Zosia Ivaris ist kein Name mit langer Militärhistorie, ich sollt‘ nicht mal mehr drin sein. Meine Verpflichtung war keine Abweichung der Norm, meine erneute nach dem Abschluss indes ist es. Die Sterne haben mir eigentlich ein anderes Leben prophezeit. Aber die Sterne haben mir auch eine ältere Schwester an die Seite gestellt, die sich gegen unseren gemeinsamen Weg entschieden hat. Also bin ich ihr mit etwas Abstand und einer anderen Entscheidung in ihren gefolgt. Ist nicht mein Weg, aber mein Schicksal, welches mich jeden Tag die blaue Robe wieder anlegen lässt. Nicht nur wegen meiner Schwester, sondern wegen all den Seelen, denen ich helfen kann. Auch wenn ich die Blicke aus der Ferne nicht mehr sehe, ich spüre das Urteil meiner Gemeinschaft mit jedem weiteren Schritt, den ich gehe. Ich spiegle ihre Werte auf meiner Oberfläche und bin doch nicht, was sie von mir wollten. Altruismus ist mein Anker, aber mein Arbeitgeber entgegen aller Wünsche, die man für mich hegen konnte. Hilfreich sein, Pazifismus leben für sie nicht mit dem zu vereinbaren, was ich tue. Dabei ist meine Tätigkeit vor allem das: ein Heilen der Wunden, die ich nie jemandem zufügen würde. Die Hilfe, die ich geben kann, weil ich mich entschieden habe, mich nicht von den Strukturen blenden zu lassen. Es ist das System, welches unter meinen Fingern rottet und so viele Charaktere mit Schwärze tüncht, nicht ich. Ich bin dieselbe und bin es doch nicht. Ich richte meine Gebete immer noch an Elyria, aber ich habe mittlerweile andere Fragen. Das Warum? ist so schnell über meine Lippen, dass es mein Hadern nur offenkundiger macht. Warum ist die Welt so grausam? Warum kämpfen Menschen für Ideale, aber sehen nicht, dass das Ideal wäre die Waffen niederzulegen? Warum ist die Welt manchmal so grau, wenn sie doch so viele Farben für uns bereithält? Warum ist es nicht mehr so einfach eben jene zu verurteilen, die einen anderen Weg gegangen sind? Ich trage das Blau nicht mit Stolz, aber ich trage es mit Wirkung. Ich spreche noch immer nur, wenn ich auch wirklich etwas zu sagen habe. Und ich halte mich an die Gebote meiner Familie, selbst dann wenn ich die Einzige in meinem Umkreis bin. Keine Gewalt, weder in Tat noch in Wort. Bin deswegen auch heute manchmal still, weil mir letzteres schwerer fällt. Ist die Umgebung, die dazu einlädt, der raue Umgangston, der sich durch das Militär zieht. Aber ich schweig‘ lieber, als andere wissentlich zu verletzen. Bin still und tief, auch wenn’s ein seltsames Klischee ist. Ich habe ein Leben lang in der Gemeinschaft gelebt und muss sie jetzt doch in erster Linie allein mit mir tragen. Wenn ein Blatt vom Baum fällt, kann es nicht entscheidet, wo es landet. Ich schwimme inmitten dieses Sees an falschen Möglichkeiten und geb‘ mein Bestes sie doch ein bisschen besser zu machen. Versuch‘ die Welt besser zu machen oder zumindest den kleinen Ort, an dem ich bin.
11 Ingameposts | 15.05.2025, 14:23
Militär Navarre
gespielt von Minnie
21 Jahre
Reiterin
Du eroberst mit deiner strahlenden Präsenz und deinem warmen Lächeln das Herz deiner Mitmenschen im Sturm. Bist Sonne und Lebensfreude in Person: warm, hell und herzlich, mit einem Lächeln, das so breit ist, dass man glaubt, es könnte die ganze Welt erleuchten. Dein Lachen ist ansteckend und begleitet dich jeden Tag, ist wie eine stetige Hintergrundmelodie, die du mit dir trägst, egal wie dunkel die Wolken am Himmel hoch über dir aussehen mögen.

Bist Optimismus in Person, obwohl du weißt, dass die Realität anders aussehen kann. Trägst den Verlust mit dir, jedes Mal wenn sich deine Finger um den Anhänger der Kette schließen, die dein Bruder dir vor Jahren als Abschiedsgeschenk überreicht hat, ehe er nach Aretia gezogen ist, dort eine Familie gegründet hat – nur um dann der Rebellion vor fünf Jahren zum Opfer zu fallen. Weil es Menschen gibt, die gegen das System sind und in Kauf genommen haben, dass viel zu viele Menschen als Kollateralschaden enden. Darunter dein Bruder mit seiner Frau und den beiden Kindern. Dir wurde jede Möglichkeit genommen, am Leben deines Bruders teilzuhaben, ihm von deinem Drachen zu erzählen und eure Geschwisterbindung zu vertiefen, die aufgrund eures Altersunterschied nie so tief war, wie du’s dir gern gewünscht hättest.

Sind die Gezeichneten, die für dich Sinnbild dieser (sinnlosen) Rebellion sind. Denen du ins Gesicht lächelst, gar so weit gehst und dich mit ihnen anfreundest, sie im Glauben lässt, du wärst auf ihrer Seite. Weil man seinen Feinden nun Mal näher sein soll, als seinen Freunden. Dass die Gezeichneten sich ihr Los nicht ausgesucht haben, ist dir egal, wiegt in deinen Augen die Ungerechtigkeit und Trauer, die durch den Tod deines Bruders und seiner Familie entstanden ist deutlich schwerer – trägst die Wut (über diesen sinnlosen Verlust) wie eine unsichtbare Rüstung. Lässt dir nicht in die Karten schauen, weil du eigene Ziele verfolgst.

Wolltest schon als Kind Reiterin werden, einen Drachen binden und für dein Land kämpfen, für die Strukturen und Regeln einstehen, die dir als Kind von deinem Opa eingebläut wurden. Die Ehre deiner Familie zu bewahren, weil’s weder dein Bruder noch dein Cousin mehr können, ist dein täglicher Antrieb, der Grund weshalb aufgeben keine Option ist und du optimistisch bleib(en mus)st. Dir ist bewusst, dass du nicht an vorderster Front stehen wirst, weil du dafür nicht gut (und stark) genug bist, deine Stärke liegt in deiner Fähigkeit dich anzupassen.

Wandelst zwischen den Menschen in der Menge, ohne aufzufallen, lauschst Gesprächen, ohne erwischt zu werden – wenn’s nur nicht so kompliziert wäre, auszumachen ob’s real ist oder sich nur so anfühlt, als wär’s tatsächlich passiert. Sind Momente, Gefühle, die du nicht zuordnen kannst, Bilder in deinem Kopf die du siehst und dich fragst, wo das passiert ist, weil deine Erinnerung dir einen Streich spielt. Sind Erinnerungen an deine Traumreisen in die Astralwelt – oder doch nicht?
20 Ingameposts | 23.06.2025, 15:31
Basgiath War College
gespielt von Jasmin
21 Jahre
Reiterin
Eigentlich hast du ein schönes Leben gehabt. Du bist in eine gut behütende Familie aufgewachsen, dein Vater zählt zu den reichen und angesehenen Kaufleuten, er hat schnell herausgefunden, an wen er seine Waren verkaufen muss, um gut Geld zu bekommen. Früher hat er als Bauarbeiter (bei der Firma seines Vaters) gearbeitet, wodurch er sich den Rücken kaputt gemacht hatte. Dadurch fiel sein Wunsch ein Drachenreiter zu werden ins Wasser. Ihm war bewusst gewesen, dass er so nicht lange überleben wird. Deine Mutter konnte ihren Wunsch anderen Menschen zu helfen nachgehen. Sie ging in den Heilerquadranten und blieb auch bei diesem Beruf. Immerhin lernte sie so deinen Vater kennen, der zu ihr in die Heilstätte kam. Es ist klischeehaft, doch für beide war es Liebe auf den ersten Blick. Es ging auch alles sehr schnell und schon nach der Hochzeit kam dein erster Bruder auf die Welt, danach dein zweiter und am Ende bist du dann geboren. Ihr habt ein perfektes Familienleben geführt, deine Brüder trainierten für den Reiterquadranten, während du von deiner Mutter darauf vorbereitet wurdest, eine Heilerin zu werden. Eigentlich hilfst du auch gerne anderen Menschen und hast dich für ihren Beruf schon immer interessiert. Doch insgeheim war da auch das Verlangen eine Drachenreiterin zu werden, doch von der Familie deiner Mutter gehörte es sich nicht. Da sollten nur die Männer ein Drachenreiter werden und die Frauen waren für den Haushalt zuständig, sowie das Kümmern, um die Familie und als Beruf kam nur Heilerin infrage. Für sie war es nicht schlimm diesen Beruf zu machen, denn sie hat schon immer gerne anderen Menschen geholfen. Die Drachen haben dich schon immer fasziniert, hast die Reiter gerne beobachtet, wenn du nebenbei gelernt hast. Jedoch hast du dich eigentlich für den Weg entschieden, anderen Menschen zu helfen, in dem du eine Heilerin wirst.
Manchmal treffen jedoch dann unerwartete Schicksalsschläge ein. Eine Rebellion startete gegen das Königshaus, wodurch es zu einem Krieg kam und es gab viele Opfer. Eine davon war deine Mutter, sie arbeitete zu diesem Zeitpunkt in der Heilstätte in Aretia, was durch einen Angriff einstürzte. Sie lebte eigentlich ja bei euch, in Callydr, doch sie wurde gefragt, da ein wenig auszuhelfen. Am Anfang hatte sie da sogar gearbeitet, bevor sie deinen Vater kennengelernt hatte und hatte daher auch noch Freunde da.
Es gab kaum Überlebenden und wenn dann waren sie körperlich davon für ewig gezeichnet. Man fand deine Mutter tot vor. Natürlich brach eine Welt für euch alle zusammen, sie war quasi der Stützpunkt eurer Familie. Es dauerte natürlich eine Weile, bis ihr alle es wieder zurück zum Alltag schaffte. Wobei es noch heute Momente gibt, an denen ihr an sie denken müsst. Du hast immer mit ihr über alles geredet, egal was es war und nun ist sie weg. Die Traurigkeit wandelte sich langsam in Wut um. Du bist wütend auf die Rebellen, nur ihretwegen ist deine Mutter tot. Du hast dir geschworen, dass es nie wieder soweit kommen darf und das kannst du nur schaffen, in dem du in die Offensive gehst. So hast du deinen Dad darum gebeten, eine Drachenreiterin zu werden. Natürlich hat er zunächst gezögert, aus Angst dich zu verlieren, denn viele sterben schon beim Viadukt. Jedoch ließ er es zu, denn er weiß, du bist zäh und lässt dich nicht so leicht unterkriegen. Er hat dir einen Trainer besorgt, genauso wie deine Brüder damals einen bekommen hatten.
Es wäre gelogen, wenn der Viadukt eine Leichtigkeit für dich gewesen wären. Es gab sogar einen Augeblick, da hast du kurz gedacht, es wäre nun vorbei mit dir. Aber nein, du hast es geschafft und schlägst dich seitdem gut. Schon zur Schulzeit hast du dich immer auf deinen Arsch gesetzt und gelernt. Genau das Gleiche tust du im Reiterquadranten, bist inzwischen sogar 1. Offizierin vom 2. Geschwader Klauenschwarm 1. Staffel und willst in deinem letzten Jahr natürlich Staffelführerin werden. Dafür nimmst du sogar in Kauf, dass du zu den Gezeichneten nett sein musst. Du kannst sie natürlich nicht leiden, denn durch ihre Eltern hast du keine Mutter mehr. Am Anfang war es dir nicht leicht gefallen, dein Unmut ihnen gegenüber dir nicht anmerken zu lassen. Inzwischen hast du es jedoch gut drauf, musst ja nur während es Trainings mit ihnen etwas zu tun haben. Du hast ja zum Glück Freunde hier, somit bist du nicht alleine. Und dann ist da noch dein Drache Undra, du kannst mir über alles reden, sie hört dir zu. Sie ist allgemein eher von der stillen Sorte, die lieber zuhört und nicht viel redet. Natürlich ist dir klar, dass sie kein Familienmitglied ist und du bist für sie einfach nur ihre Reiterin.
10 Ingameposts | 04.09.2025, 23:04
Basgiath War College
gespielt von Jani
22 Jahre
Reiter
Ich weiß nicht mehr, wer ich bin. Bin zumindest nicht mehr einfach nur Kallias, wie ich es zu Schulzeiten war. Werd‘ nicht mehr für den Klassenclown gehalten, auch wenn ich mich immer wieder aufs Neue in Situationen manövriere, in denen man die Augen über mich verdreht, in denen sich die Mundwinkel nach oben heben. Situationen, die mich überfordern, weil ich mich nicht richtig auszudrücken weiß. Weil ich mit allem, was ich fühle, nicht immer zurechtkomme. Vielleicht versuch‘ ich zu sehr an etwas festzuhalten, was es nicht mehr gibt: an mir selbst. Erkenn‘ nicht nur in meinem Spiegelbild die Veränderungen der letzten Jahren, sondern auch in meinen Ängsten und Gedanken. In der Hoffnungslosigkeit, die mir an manchen Tagen anhaftet. Meistens ist das, was man bekommt, das, was man sieht und in meinem Fall ist das Erste, was einem auffällt, das Schwarz meiner Kleidung. Es macht mich offensichtlich zu einem Reiter, bedenkt man mein Alter und die Tatsache, dass mein Blick nicht selten ins Leere geht, weil ich im Inneren Diskussionen mit einem Drachen führe, den ich eigentlich nie hatte haben wollen. Gibt unzählige Kinder, die es anders gesehen haben; die darin Stärke, Kraft und Ruhm vermutet haben. Deren Traum es gewesen ist, meine Zukunft zu haben. Ich dagegen – ich hab‘ mir immer ein anderes Leben gewünscht. Inzwischen für uns beide, vermutlich. Aber ich kann auch das Rebellionsmal auf meiner Haut nicht ignorieren. Kann’s nicht einfach abwaschen, kann die Erinnerungen nicht einfach verlieren und überschreiben. Mit glücklicheren Momenten übermalen. Die Schlacht um Aretia hat mir den Boden unter den Füßen genommen, mich in Wasser gestoßen und mich nach Luft ringend zurückgelassen. Sie hat mich verändert und zu etwas gemacht, woran ich mich noch immer nicht gewöhnt habe. Würd‘ ich’s zugeben, wäre es vielleicht mein Tod. Eine Schwäche, die ich mir nicht mehr erlauben darf. Zweifel, die nur die wenigsten nachvollziehen können. Deswegen schreib‘ ich sie auf. In unzähligen Briefen, in Zeichnungen und Notizen. Damit ich mich an Tagen daran festhalten kann, an denen es sich anfühlt, als würde alles über mir zusammenbrechen.

Vielleicht wäre es leichter, wenn ich zumindest dem Gerede um mich herum entgehen könnte. Den Worten anderer ausweichen könnte, weil sie immer schon zu viel Macht über mich gehabt haben. Ihre Meinungen, ihr Geflüster. Die Angst, andere zu enttäuschen. Zuerst war’s nur ein Rauschen, wie Wind, der durch Blätter fährt. Dann kamen die Stimmen, übereinandergelegt, als hätte jemand dutzende Gespräche gleichzeitig aufgedreht. Schritte. Das Klirren von Metall. Das Knarren eines Stuhls. Es war alles dort, alles auf einmal in meinen Ohren, in meinen Gedanken, in meinem Kopf. Urteile und Einschätzungen, die ich nicht hören wollte und um die ich nicht gebeten habe. Seither ist Stille für mich fremd, auch wenn man denken sollte, dass andere in Anbetracht meiner Siegelkraft der Schallsuche verstummen würden. Stattdessen scheinen sie mir ihre Gedanken geradewegs ins Gesicht schreien zu wollen; Sohn von Verrätern genannt zu werden, ist dabei wohl noch eine der netteren Aussagen. Anfangs hat’s mich verletzt. Anfangs hab‘ ich mich gefragt, wieso man so über mich redet, ohne mich zu kennen. Dass ich niemanden verraten habe. Dass meine Eltern loyal waren. Inzwischen schaff‘ ich es immer besser, es auszublenden – die Geräusche, das Geflüster, die Zweifel. Vermutlich für mein eigenes Wohl, aber vielleicht auch für das der anderen Kadett:innen. Für die, die keinen Hehl aus ihrer Abneigung machen. Denn ich bin wütend. Ich bin nicht mehr wie damals, nicht mehr nur Kallias. Und auch wenn’s mir früher fremd gewesen ist, so versteh‘ ich’s jetzt. Wut und Hass und der Wunsch nach Rache. Vielleicht nicht für meine Familie, nicht für meine Heimat, aber für die Ungerechtigkeit und Grausamkeit, die dem allen zugrunde liegt.
5 Ingameposts | 23.12.2025, 20:34
Basgiath War College
gespielt von Miri
30 Jahre
Reiterin
Frankenstein


Dein Lachen ist ganz laut, wird begleitet von 'nem Augenrollen. Spinner, murmelst du tonlos. In Basgiath machen sie noch Witze darüber, dass man dich nicht provozieren soll, das Monster wecken. Den Kraken, den Drachen, da gibt’s eintausend Witze drüber und du rollst immer mit den Augen. Das sagen sie, weil du eigentlich nie aus der Haut fährst und weil sie denken, dass wenn du’s tust, dass die Explosion dann riesig sein muss.
Stimmt auch.
Du kannst aus der Haut fahren, richtig wütend werden. Zuschlagen, am liebsten mit der Faust. Wobei dir ein Tritt auch immer gut gefällt (wenn du ihn austeilst). Ist die Sache mit dem unterschätzt werden, die dir nicht passt. Kannst von dir behaupten bisher jeden eines besseren belehrt zu haben, der dich unterschätzt hat. Musst im Training einmal zu oft hören, dass es schön wäre, wenn dein Ehrgeiz immer gleich gigantisch wäre und nicht noch ein bisschen größer, wenn man dich provoziert. Aber da lachst du schon wieder; egal.
Zu klein, zu friedfertig, zu lieb — von wegen.

Du bist all das.
Vor allem lieb(evoll). Hindert dich nicht dran das andere auch mit zu bringen, du bist schließlich nicht ohne Grund Reiterin geworden.
Aber und das aber ist hier besonders groß,
aber du bist auch die Sorte Reiterin, die man gern zeigt. Das nette Gesicht, die freundliche Ader, jemand die schon mehr Vertrauen ausstrahlt als ein Drache das normalerweise tut. Dir fällt’s leicht auf Menschen zuzugehen, sie in dein Herz und in deine Arme zu schließen. Kannst da sein, zu hören. Immer wieder geben, geben, geben ohne davon müde zu werden. Bist Hüterin von Geheimnissen und Sorgen. Bist diejenige, die man aufsucht, wenn’s schwer um’s Herz wird, weil es sich immer ein bisschen anfühlt wie nach Hause kommen, wenn du anfängst zu lächeln. Weil du’s leicht machst.

Dein Vater würde sagen, dass du da ganz nach deiner Mutter kommst, Francis. Mit aufgestützten Armen, eine richtige Macherin, ein richtiges Stehaufmännchen und dabei aber immer das Wohle anderer im Kopf. Du wirst rot, wenn du das hörst. Macherin, ein Wort worüber du gerne die Augen rollst. Doch manchmal wenn du die Schürze trägst, ein bisschen Mehl im Gesicht, so herzlich über dich selber lachst, dann siehst du sogar aus wie sie. Und darüber rollst du nie mit den Augen.

Für die meisten deiner Freunde bist du eher Frankie. Die gute Seele, die man gern um sich hat und der man die Traurigkeit nicht wirklich ansieht. Du bist Leichtigkeit und Verliebtsein ins Leben. Wenn du über dieses, oder jedes redest, wenn du dich verlierst in Geschichten und laut über die Witze anderer kicherst, gackerst, schreist. Du bist Hände ganz fest drücken und Freunde zur Begrüßung einen Kuss auf die Wange geben.
Du bist immer nah, immer dicht dran, weil du’s so am liebsten magst, weil’s sich so immer anfühlt als würde dein Herz nicht alleine schlagen.
18 Ingameposts | 22.06.2025, 14:33
Militär Navarre
gespielt von Jasmin
22 Jahre
Reiterin
Dein Leben war schon immer leicht gewesen, du bist in einer wohlhabenden Familie geboren. Besser gesagt ist dein Vater ein Herzog und deine Mutter eine Herzogin, schon seit Anfang gehört euch Elsum. Somit hat dir an nie was gefehlt, du brauchtest nie Angst haben Hungern zu müssen, hattest immer ein Dach über den Kopf und in ei weichen Bett zu schlafen. Ja, all das ist natürlich schön und angenehm, musstest bis zu deinem 20. Lebensjahr nie um dein Leben kämpfen. Bis zu diesem Alter bestand deine Hauptaufgabe aus, die perfekte Tochter zu spielen. Und diese Aufgabe hast du auch gut gemeistert, hast aufgepasst dich nie danebenzubenehmen, hauptsächlich in der Öffentlichkeit. Du kannst eine kleine fiese Bitch sein, hast so keine Scheu stets das zu sagen, was du denkst, doch dank der Erziehung weißt du, wann du dich beherrschen musst.
Du wurdest privat unterrichtet, hattest trotzdem deine Freunde gehabt, natürlich kamen sie alle ebenfalls aus angesehen Familien. Natürlich war dir bewusst, dass sie dir auch gleichzeitig in den Rücken gefallen wären, um auf dem Thron zu sitzen. So hast du zumindest mit der Zeit gelernt, wem du vertrauen kannst und wen nicht, sowie dass du vorsichtig bist bei der Wahl deiner Freunde. Schon deine Eltern haben dir dies beigebracht, immer aufzupassen, wem du was anvertrauen tust und was nicht. Du genießt es im Rampenlicht zu stehen, durch zu Hause bist du es nicht anders gewohnt. Jedoch kannst du auch einschätzen, wann es richtig ist, sich nicht in den Vordergrund zu stellen. Es gibt auch Momente, wo du es nämlich mal genießt, für dich zu sein, mal nicht die perfekte Tochter spielen zu müssen.
Du hast schon mit 14 Jahren angefangen für das Training, als Drachenreiter zu üben, mit 12 Jahren kam der Wunsch auf, eine davon zu werden. Und da du ja nicht in die Fußstapfen von deinem Vater treten musst, dank geht raus an deinem Bruder, hast du da mehr freie Hand gehabt. Eine der Gründe war auch, weil du nicht an einen fremden Mann verheiratet werden wolltest, denn natürlich wollen deine Eltern, dass du den perfekten Mann an deiner Seite hast. Doch du hältst von diesem verheiraten nicht viel, findest jeder soll die Person heiraten, die sie auch wirklich liebt. Natürlich würdest du es nie direkt ins Gesicht deiner Eltern sagen, sie würden ausrasten und kein Verständnis dafür haben, so war dir klar, dass du lieber weggehst. Doch nicht nur deswegen bist du in den Reiterquadrant gegangen, irgendwie haben dich die Drachen und deren Reiter schon immer fasziniert und du möchtest deinem Land irgendwie helfen. Der Scheibenquadrant und der Heilerquadrant kamen für dich nie infrage, erstes findest du langweilig und beim zweiten wirst du zu viel Wunden, sowie Blut sehen. Ist jetzt nicht so, dass du direkt umkippen wirst, aber ja. Es ist einfach nicht dein Ding.
Dein Training war hart, dein Vater hatte dir einen guten Trainer organisiert, immerhin möchte er ja nicht, dass du Schande über die Familie bringst und es nicht überleben wirst. Du hast den Viadukt überlebt, genauso wie das Dreschen und warst natürlich erleichtert darüber. Genau da hast du das erste Mal jemanden getötet, als der Typ versucht hat dich zu töten. Beim Sparing hast du nämlich gegen ihn gewonnen und sein männliches Ergo hat dies nie verkraftet. Tja, er hat gedacht, dass er dieses Mal gegen dich gewinnen könnte, da hatte er falsch gedacht.
Mit deinem Drachen Free kommst du zum Glück klar, er ist der Einzige der über deine wahren Gefühle Bescheid weiß und dich so richtig sieht, so wie du bist, was du immer versucht zu verdrängen. Keine Ahnung, wieso es dir so leicht fällt, mit ihm über alles reden zu können, zu gestehen, dass du auf jemanden stehst. Du hast ihn sehr schnell ins Herz geschlossen, auch wenn es dir am Anfang etwas schwerfiel, dich auf seinen Rücken zu halten oder es etwas gedauert hatte, bis du deine Siegelkraft ausüben konntest.
13 Ingameposts | 19.04.2025, 23:37
Basgiath War College

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